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Der Gürtel – ein Stück Kultur
Früher als einfaches Halteband um den Leib getragen, gibt es den Gürtel in der heutigen Zeit in den verschiedensten Formen und Farben. Auch erfüllt er längst nicht mehr nur einen einzigen Zweck, so wie in früheren Zeiten, sondern wird heutzutage sogar vielfach im Berufsleben eingesetzt. Im folgenden eine Erläuterung der gängigsten Gürtelarten: – der Einsatzgürtel Der Einsatzgürtel, im Volksmund auch als “Leibriemen” bezeichnet, wird größtenteils dazu verwandt, Gegenstände daran zu befestigen. So transportiert beispielsweise der Bundeswehrsoldat seine halbe Ausrüstung an diesem Transportgürtel, der “Koppel” genannt wird. – der Kampfgürtel Der Kampfgürtel wird im Sport gebraucht, um den Fortschritt des Sportlers klar kenntlich zu machen. Der Kampfgürtel ist ein einfaches, um den Körper des Sportlers gebundenes Band ohne jegliche Schnalle; so kann man beispielsweise im Judosport an der entsprechenden Farbe des Gürtels erkennen, welchen Reifegrad der Judoka bereits errungen hat. Hat der Sportler einmal eine entsprechende Gürtelfarbe errungen, so kann ihm diese nur dann wieder aberkannt werden, wenn er gegen die Richtlinien des Judosports verstößt und vor ein entsprechendes Gremium gestellt wird. – der Leibgürtel Der Leibgürtel wurde in früherer Zeit auch als “Geldkatze” betitelt. In ihm verstaut man zumeist Wertsachen wie z. B. Bargeld, um das Risiko eines Diebstahls zu verringern. Im Mittelalter wurden die Geldmünzen noch in speziell auf der Gürtelinnenseite eingenähten Täschchen verstaut; heute ist der Stauraum eines Leibgürtels jedoch etwas größer, und zu dem Bargeld gesellen sich oft, in Ermangelung einer Handtasche, auch noch so nützliche Dinge wie Zigaretten, Taschentücher oder andere, kleinere Gebrauchsgegenstände. – der Nierengurt welcher von Motorradfahrern zum Schutz gegen Unterkühlung getragen wird sowie – der Ledergürtel Der Ledergürtel bietet sicherlich von allen gängigen Gürtelarten die größte Vielfalt. Beim Mann wird der Ledergürtel ausschließlich einseitig schließend getragen; bei der Frau jedoch ist dies verschieden. Der Ledergürtel des Mannes wird in den allermeisten Fällen durch eine oder mehrere sog. “Dornen” geschlossen, die beweglich sind. Der Gürtel der Frau hingegen kann auch in Kettenform, ohne Schnalle, oder als einfacher Bindegurt getragen werden; oft ist die frauliche Gürtelschnalle auch mit Schmucksteinen besetzt, da die Frau von heute es liebt, wenn es an ihrem Gürtel blitzt und blinkt.